Herzlich Willkommen bei den evangelisch lutherischen Kirchengemeinden

Dietenhofen, Götteldorf und Seubersdorf



KV Wahl

Am 21. Oktober 2018 werden in ganz Bayern neue Kirchenvorstände gewählt, auch in unseren Kirchengemeinden Dietenhofen, Götteldorf und Seubersdorf.  

 

  Damit es eine Wahl geben kann, müssen erst einmal Kandidaten gefunden werden. Das geschieht in den nächsten Wochen.  

 

-Den Vertrauensausschuss in Dietenhofen bilden:   Günter Krauß, Vertrauensmann; Doris Bräuer, KV; Gerald Kaiser, KV; Jutta Ehemann; Heinz Henninger; Günther Würflein; Pfr. Holger Bär, Vorsitzen-der

 

 

-Zum Vertrauensausschuss in Götteldorf gehören:   Karin Fucker, Vertrauensfrau; Christine Scheiderer, KV; Anita Lotter; Ro-land Sauter, Pfr. Holger Bär, Vorsitzender   

  

-Der Vertrauensausschuss in Seubersdorf besteht aus:   Elfriede Hager, Vertrauensfrau; Willi Hein, KV; Uwe Körner, KV; Thomas Knöllinger, KV; Pfr. Holger Bär, Vorsitzender   

 

Pfarrer Martin Simon vom Amt für Gemeindedienst in Nürnberg im Gespräch mit Ute Baumann erläutert die Abläufe:  


Was macht ein Kirchenvorstand?

Der Kirchenvorstand ist eine evangelische Spezialität: In ihm beraten und entscheiden gewählte Gemeindemitglieder gemeinsam mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin auf Augenhöhe. Es geht um die Leitung der Kirchenge-meinde – und das ist ein weites Feld. Es geht um Gebäude und Finanzen, Mitverantwortung beim Gottesdienst und dem Angebot der Gemeinde, das Personal, um die Auswahl eines Pfarrers/einer Pfarrerin, und um die geistliche Gesamtverantwortung.  


Warum lohnt es sich, zu kandidieren?

Wenn das Herz für ein bestimmtes Arbeitsfeld schlägt, wie den Chor, die Kinder- und Jugendarbeit, den Besuchsdienst, die Eine-Welt-Arbeit oder für das „Große Ganze“ der Kirchengemeinde, dann kann ich im Kirchen-vorstand mit beraten, entscheiden, arbeiten und für die großen Ziele und Visionen einer christlichen Gemeinde Verantwortung übernehmen. Dabei lerne ich auch für mich selber eine Menge dazu.


Und wie kommt die Kandidatenliste zu Stande?

Dafür ist der Vertrauensausschuss zuständig. Er besteht aus Kirchenvor-stehern, ebenso vielen gewählten Gemeindegliedern und dem Pfarrer Aus den Gemeinden bzw. der Pfarrerin.- Der Vertrauensausschuss geht auf mögliche Kandida-ten zu, nimmt aber auch Vorschläge aus der Gemeinde entgegen.  


Wer darf eigentlich wählen?

  Jedes Gemeindeglied ab 14 Jahren, wenn er bzw. sie konfirmiert ist. Sonst ab 16 Jahren. Das Wahlalter ist auf 14 festgelegt, weil unsere Jugendli-chen mit der Konfirmation alle Rechte und Pflichten bekommen. Und zu den Rechten gehört eben auch das demokratische Recht zu wählen. Wähl-bar ist man ab 18 Jahren, eine Berufung ist bereits ab 16 Jahren möglich.


Gibt es eine Altersgrenze nach oben für Kandidaten?

  Tatsächlich gibt es eine Landeskirche, die versucht hat, ein Höchstalter festzulegen. Davon halte ich wenig. Die Mischung macht´s: Es braucht die erfahrenen Ehrenamtlichen genauso wie Menschen mit frischen Ideen. Und wer sagt denn, dass Ältere nicht auch unkonventionell und innovativ sein können?


Und wie wird gewählt?

  Die Wahl 2018 wird als allgemeine Briefwahl durchgeführt, das heißt, alle Wahlberechtigten erhalten bis Ende September 2018 per Post ihre Wahl-unterlagen und können damit per Briefwahl oder im Wahllokal vor Ort ihre Stimmen abgeben.

Gibt es Sitzungsgelder für die vielen Abendtermine?

Jede Menge „Gottes Lohn“ samt kostenlosem Training für das „Sitz-fleisch“. Aber im Ernst: Viele Kirchenvorstände kümmern sich hervorra-gend um ihre Sitzungskultur, informieren transparent, bauen Pausen ein und gönnen sich hin und wieder einen Klausurtag.


Wie sieht es aus mit einer Quotenregelung für Frauen?

Es gab Zeiten, das wäre das notwendig gewesen. Aber anders als in den Aufsichtsräten der Konzerne sind Frauen in den Kirchenvorständen sehr Aus den Gemeinden präsent. Manche denken inzwischen schon eher über eine Männerquote nach.


Reicht es, wenn ich mich als Kandidat für einen Aspekt, z.B. Jugendarbeit oder Kirchenmusik interessiere, oder muss ich mich in allen Bereichen auskennen?

  Ein bestimmter Schwerpunkt ist völlig in Ordnung. Nur sollte die Verant-wortung für das Ganze im Vordergrund stehen. Da hilft ein weiter Blick.    Pfarrer Martin Simon, Referent für Gemeindeleitung und Kirchenvor-standsarbeit im Amt für Gemeindedienst der Evang-Luth. Kirche in Bayern in Nürnberg    Und hier noch ein paar Informationen zu den Wahlen in Dietenhofen, Götteldorf und Seubersdorf.